
Kamerun
Ein Überblick
Kamerun, offiziell die Republik Kamerun (französisch: République du Cameroun), ist ein Staat im westlichen Zentralafrika. Das Land grenzt im Westen an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik sowie im Süden an Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo. Kameruns Küstenlinie liegt an der Bucht von Bonny, einem Teil des Golfs von Guinea und des Atlantischen Ozeans. Aufgrund seiner enormen geologischen und kulturellen Vielfalt wird das Land oft auch als „Afrika im Miniaturformat“ bezeichnet.
Zu den natürlichen Gegebenheiten gehören Strände, Wüsten, Berge, Regenwälder und Savannen. Der höchste Punkt des Landes ist der Kamerunberg im Südwesten; die größten Städte sind Douala, Jaunde (Yaoundé) und Garoua. Kamerun ist die Heimat von über 200 verschiedenen Sprachgruppen. Darüber hinaus ist das Land für seine einheimischen Musikstile bekannt – insbesondere Makossa und Bikutsi – sowie für seine erfolgreiche Fußballnationalmannschaft. Die offiziellen Amtssprachen sind Französisch und Englisch.
Geschichte und Kolonialzeit
Zu den frühen Bewohnern des Gebiets gehörten die Sao-Zivilisation rund um den Tschadsee sowie die Baka-Jäger und -Sammler im südöstlichen Regenwald. Portugiesische Seefahrer erreichten die Küste im 15. Jahrhundert und tauften die Region Rio dos Camarões (Krabbenfluss), woraus sich der Name Kamerun entwickelte. Im 19. Jahrhundert gründeten Fulbe-Soldaten das Adamaua-Emirat im Norden, während verschiedene ethnische Gruppen im Westen und Nordwesten mächtige Häuptlingstümer und Königreiche (Fondoms) errichteten. Im Jahr 1884 wurde Kamerun zu einer deutschen Kolonie.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet als Mandat des Völkerbundes zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Die politische Partei Union des Populations du Cameroun (UPC) setzte sich für die Unabhängigkeit ein, wurde jedoch in den 1950er Jahren von Frankreich verboten. Sie führte bis 1971 Krieg gegen die französischen Truppen und UPC-Milizen. Im Jahr 1960 wurde der von Frankreich verwaltete Teil Kameruns unter Präsident Ahmadou Ahidjo als Republik Kamerun unabhängig. Der südliche Teil des britischen Kameruns schloss sich 1961 an, woraus die Bundesrepublik Kamerun entstand. Das Land wurde 1972 in Vereinigte Republik Kamerun und 1984 schließlich in Republik Kamerun umbenannt.
Wirtschaft und Politik heute
Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern genießt Kamerun eine relativ hohe politische und soziale Stabilität. Dies ermöglichte den Ausbau der Landwirtschaft, des Straßen- und Schienennetzes sowie den Aufbau einer starken Erdöl- und Holzindustrie. Dennoch lebt ein Großteil der kamerunischen Bevölkerung als Subsistenzbauern in Armut. Die Macht liegt seit 1982 fest in den Händen des autoritären Präsidenten Paul Biya und seiner Partei, der Demokratischen Sammlung des Kameruner Volkes (CPDM). Die englischsprachigen Regionen Kameruns fühlen sich zunehmend von der Regierung entfremdet. Politiker aus diesen Gebieten fordern eine stärkere Dezentralisierung oder sogar die Abspaltung der ehemals britisch verwalteten Territorien (wie etwa der Southern Cameroons National Council).
Quelle: https://www.prc.cm/en/cameroon/50-country-information


Auteur inconnu Vecteur : Connormah — From Brands of the World.com, Domaine public, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6913754




















Spenden
Think & Act differently e.V.
IBAN: DE77 8306 5408 0105 2075 76
BIC: GENODEF1SLR
Bank: Deutsche Skatbank
Zweck: Spende .....*, Ihre Spenderadresse
*Bitte eins unserer Projekte (Projektname) oder "allgemein" angeben. Dies hilft uns sehr bei der Zuordnung.
